Die kritischen Jurastudierenden laden ein zu:

Prof. Dr. Albert Krölls
Der Bürgerliche Staat:
Freiheit – Gleichheit- Eigentum
So gut wie ihr Ruf?

Vortrag mit Diskussion
Donnerstag, den 14. Juni
um 19:30 im Centro Sociale
Sternstr. 2
20357 Hamburg


Grundlegendes gehört unserer Ansicht nach grundlegend hinterfragt und reflektiert
und was Grundlegenderes gibt es in unserem Rechtssystem als das Grundgesetz?
Albert Krölls entwirft in seiner Streitschrift „Das Grundgesetz – ein Grund zum Feiern?“
ein Bild fern ab der gängigen Rezeption, mit der man sich auseinandersetzten sollte
und als Studierende der Rechtswissenschaft eigentlich muss.

Weiterlesen

Advertisements

Nächstes Treffen: Mi 30.05. 15 Uhr

Liebe Leute,

wir treffen uns wieder am Mittwoch, den 30. Mai um 15 Uhr vor dem Infotresen im Rechtshaus. Themen nach der recht erfreulichen Fakultätsratssitzung letzte Woche werden sein:

– Ausschuss zur Formulierung eines Leitbildes

– Nutzung des (Teil-) Freiraumes EG 20

– Veranstaltung am 14. Juni im Centro Sociale mit Dr. jur. habil. Albert Krölls: Das Grundgesetz – ein Grund zum Feiern?

– Unser Studienreformvorschlag – Diskussion

– und alles was sonst noch anfällt

Neue Gesichter sind willkommen! Bis dahin einen schönen Abend!

Rettet den Infotresen im Rechtshaus

Der Infotresen im Rechtshaus und seine zwei Mitarbeiterinnen sind für den Studienalltag unentbehrlich: Sie sind mittlerweile das „Zentrum des Verwaltungswissens“ an unserer Fakultät und immer freundlich. Sei es eine Info zu einer Veranstaltung, das Formular zu bestimmten Anträgen, Sprechzeiten vom Prüfungsamt oder auch ein Euro für das Schließfach, stets können sie erfolgreich weiterhelfen. Ihr Zweijahres-Vertrag endet nun im August und soll nicht unbefristet verlängert werden, damit – wenn überhaupt – neue Zweijahres-Verträge mit neuen Mitarbeitern vereinbart werden können. Aus zweierlei Gründen kann dies kritisch gesehen werden: Zum einen sind die beiden sehr gut eingearbeitet und kennen unsere Fakultät, es wäre dementsprechend nicht sinnvoll Externe aufwendig neu einzuarbeiten, zum anderen lässt diese Entscheidung vermuten, dass möglicherweise die Option offen gehalten werden soll, den Infotheken in Zukunft ganz zu schließen. Wenn ihr euch für den Erhalt des Infotresens mit Mareike Lümann und Andrea Nolden einsetzen wollt, unterschreibt auf der Unterstützungsliste, die ebendort ausliegt oder auch in den Veranstaltungen herumgegeben wird.

Rettung des Fachbereichs der Kriminologie

Die kriminologische Lehre an der Universität Hamburg, die im Rahmen der kriminologischen Masterstudiengänge angeboten wird, ist bei den Studierenden äußerst beliebt; die entsprechenden Schwerpunkte in den Soziologie-Studiengängen zählen zu den am stärksten nachgefragten.

Die kriminologische Lehre am Fachbereich für Sozialwissenschaften der Universität Hamburg, die sowohl in den beiden kriminologischen Master-Studiengängen des Instituts für Kriminologische Sozialforschung (IKS), dem M.A. ‚Internationale Kriminologie‘ einerseits, dem Weiterbildungs-Master ‚Kriminologie‘ andererseits, als auch in den soziologischen Studiengängen im Rahmen der Schwerpunktmodule (‚Kriminalität und Kontrolle‘ bzw. ‚Cultural and Visual Criminology‘) angeboten wird, befindet sich in einer zunehmend prekären Situation.

Kurzfristig bezieht sich dies auf das Lehrangebot im kommenden Sommersemester, das in einem reduzierten Umfang angeboten werden muss. Mittelfristig ist sogar der Bestand des IKS und der von ihr durchgeführten Lehre und Forschung gefährdet. Ursächlich hierfür sind die personellen Restrukturierungspläne innerhalb der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg, die von der Universitätsleitung angedacht wurden und vom Dekanat unterstützt werden.

Eine Betrachtung der Kriminologie aus (eher) sozialwissenschaftlicher Sicht ist unserer Meinung nach notwendig: Sie völlig der Rechtswissenschaft anheimfallen zu lassen ist eine große Gefahr, da sie hier droht, nur aus (eher) strafrechtlicher Perspektive gesehen zu werden und als Wissenschaft einem Zirkelschluss zu unterliegen. -Verbrechen ist, was das Gesetz bestimmt.- Immerhin bedeutet der Austausch mit einer Kriminologie der Sozialwissenschaften eine interdisziplinäre Bereicherung für unsere Fakultät.

Eine Gruppe von Kriminologie-Studenten setzt sich nun für die Rettung des Fachbereichs ein.

Der Prozess

Anläßlich des 25 jährigen Bestehens des Café Knallhart laden die kritischen Jurastudierende ein:

Am 15.05 um 20.00 Uhr im Café Knallhart

„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“

Am Dienstag, den 15.05., veranstalten wir wieder einen Filmabend im Café Knallhart. Diesmal zeigen wir den Film „Der Prozess“, den Orson Welles 1962 nach der Romanvorlage von Franz Kafka gedreht hat.Der Prozess

Franz Kafkas beklemmende und fesselnde Geschichte vom Beamten Josef K., der eines Tages ohne Vorwarnung verhaftet, verurteilt und hingerichtet wird, gehört zu den großen Werken der Weltliteratur. Orson Welles verarbeitete den Stoff 1962 in einem hervorragenden Schwarz-Weiß-Film, mit Anthony Perkins, Romy Schneider, Jeanne Moreau und Welles selbst besetzt. Welles zieht noch einmal alle Register expressionistischer Bildgestaltung und verströmt ein durchdringendes Gefühl von Willkür und Machtlosigkeit, indem Josef K. durch Räume einer surreal verbundenen Architektur stolpert. Er weiß nicht, wessen das Gericht ihn beschuldigt und kämpft verzweifelt gegen die übermächtige Bürokratie des Justizapparates. Es gelingt ihm jedoch nicht herauszufinden, welche Absicht dieses mysteriöse Gericht verfolgt. Bei dem Versuch, eine gewisse Kontrolle über das Geschehen zu erlangen, gerät er immer tiefer in den Filz aus Justizapparat, Anwalt und verschiedenen Frauen, die in diesem bedrohlichen und beklemmenden Labyrinth aus Abhängigkeiten, devotem Verhalten und unergründlichen Aktenbergen mitarbeiten, das erschreckende Bild eines entmenschlichten Justizapparates, ein Paradigma dessen, wozu Recht verkommen kann.

Was bedeutet ein Verfahren für denjenigen, der beschuldigt wird? Welche Schuld trägt K.?  Wie viel Eigenverantwortlichkeit wird dem Einzelnen in unserem Rechtssystem für die Lösung von Konflikten zugesprochen?

Daran schließen sich für uns folgende Fragen an:

Wie viel Menschlichkeit wird in der juristischen Ausbildung vermittelt? Wie wird der Jurastudent zum selbständigen Denken statt zum neutralen Rechtstechniker ausgebildet? 

Wir freuen uns darauf, im Anschluss an den Film diesen und die sich daraus ergebenden Aspekte für das Jurastudium mit euch zu diskutieren!